How to keep the winter blues away

Auch wenn der Januar mein Geburtsmonat ist, markiert er gelinde gesagt nicht gerade meine Lieblingszeit des Jahres. Dieses Jahr empfinde ich ihn sogar als besonders niederschmetternd. Nach den Feiertagen hat der Alltag uns alle wieder fest im Griff, das Hamburger Wetter zeigt sich von seiner gewohnten Seite und in den Nachrichten liest man von früh bis spät nur schauderhafte Meldungen. Dies soll aber kein deprimierender Beitrag darüber werden, wie furchtbar alles ist, denn dem ist bestimmt auch wieder nicht so. Ich denke nur, dass der Januar uns alle Jahre wieder geradezu einlädt, in eine melancholische Stimmung zu verfallen. Und sein wir mal ehrlich, manchmal tut es auch ganz gut, zu nörgeln, uns in unsere Sorgen hineinzusteigern und dem melancholischen Winter ein wenig hinzugeben. Denn wir alle wissen ja: Der Frühling wird irgendwann wiederkommen und mit den Pflanzen wird auch unsere Stimmung wieder aufblühen.

Doch wer gerade trotzdem ein paar Stimmungsheber gebrauchen kann, für den habe ich hier fünf kleine Tipps, die auch mir jedes Mal helfen, trübe Gedanken zu bekämpfen:

 

1. Urlaub buchen – jetzt!

Nicht nur wegen Frühbucherschnäppchen ist der Januar ein perfekter Monat, um seinen Jahresurlaub zu planen. Egal wann es losgeht und ob Malediven, San Francisco oder Thailand auf dem Plan steht – jetzt ist ein guter Zeitpunkt, Flüge, Unterkünfte und aufregende Aktivitäten zu buchen. Denn dabei steigt die Vorfreude und man kann sich für ein paar Stunden dem grauen Alltag entziehen und seine Gedanken schon einmal probehalber in die Sonne schicken.

 

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But first coffee: Meine Working Station zum Bloggen, Bachelorarbeit schreiben, aber auch um mich dank zahlreicher Reiseblogs auf meinen nächsten Urlaub in 4 Wochen einzustimmen: Thailand, juhu!

 

2. Ektorp, Hemnes und Hotdogs

Ikea-Liebhaber wissen natürlich, wovon ich spreche. Für mich gibt es zwei Arten von IKEA-Besuchen: Die (vor allem kurz vor einem Umzug), wo man mit dreiseitiger Einkaufsliste den nächsten IKEA ansteuert, hinterher zwei Einkaufs- und drei Rollwagen zum Auto bugsiert (Mist, schon wieder falsch herum eingeparkt) und zuhause einen halben Nervenzusammenbruch inmitten von Brettern, Schrauben und Anleitungen bekommt. Von dieser Art von Ikea-Einkäufen spreche ich hier aber nicht! Sondern von jenen, bei denen man eigentlich gar nichts (Großes) braucht.  Jene, bei denen man langsam durch die Gänge schlendert, ein paar Couches Probe sitzt, obwohl man gar keine neue braucht, gedanklich eine 45 Quadratmeter große Küche einrichtet, die man gar nicht besitzt und am Ende mit Vasen, Dekosteinen, einer riesigen Pflanze und drei Hotdogs im Bauch entspannt zurück zum Wagen schlendert.

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Auf dem Weg zu meinem IKEA in Hamburg Moorfleet. Einfach nur mal gucken, was es so gibt (und natürlich trotzdem IMMER einen vollen Wagen zum Auto schieben).

 

3. I wanna dance and love and dance again

Musik, für mich definitiv ein unentbehrlicher Begleiter im Alltag – nicht nur um lange Bus- und Bahnfahrten erträglicher zu machen, sondern einfach, um in jeder Situation meine Laune zu heben. Deshalb kommt es auch schonmal vor, dass ich um halb sieben morgens im Bad stehe, Zähne putze und die Musik laut (wegen der elektrischen Zahnbürste auch gerne sehr laut) aufdrehe. Grundsätzlich höre ich Musik quer durch die Genres hinweg, aber wenn es sich um die für mich schwer erträglichen Morgenstunden handelt, dann kann ich zurzeit auf diese fünf Songs nicht verzichten:

  • Fetty Wap (feat. Nicki Minaj) – Like a Star
  • Toby Randall – Misfits
  • Little Mix – Touch
  • Nevada – The Mack
  • Cashmere Cat – Trust Nobody

 

4. Netflixing – Come back later

Kennt ihr das? Ihr habt eine absolute Lieblingsserie, es ist Sommer, die Tage sind lang, die Abende mild und ihr hängt auf dem Sofa und suchtet eine Episode nach der nächsten. Und dann kommt es: Das schlechte Gewissen! „Der Sommer ist so kurz, am Wochenende soll das Wetter schon wieder schlechter werden und du hockst hier drinnen, nur um zu sehen, ob Toby nun „A“ ist oder doch Allison (Pretty Little Liars). Tja, genau jetzt können wir uns ganz ohne Gewissensbisse auf dem Sofa einkuscheln und uns unserer Seriensucht hingeben. Ungeschlagene Nummer Eins ist für Dave und mich noch immer die Serie Homeland. Die atemberaubende Schauspielleistung der Carrie (gespielt von Claire Danes), die unerwarteten Wendungen und der Facettenreichtum, mit dem die Handlung erzählt wird, haben uns total in den Bann gezogen. Positiv überrascht hat mich auch Stranger Things. Obwohl ich normalerweise Science Fiction nicht so sehr mag, war ich traurig, dass der Spaß nach einer Staffel erst einmal vorbei war. In Rekordzeit habe ich auch die erste Staffel von Prison Break verschlungen, die weiteren Staffeln konnten da aber leider nicht mehr mithalten. Also los: Bequeme Hose angezogen, in die Wolldecke eingewickelt und eingetaucht in die Seriengalaxie.

 

5. Spread Love!

Ob seinen Partner, die Mama, Schwester oder Freundin – die Menschen, die wir lieben, machen uns stark. Und sie sind unsere beste Medizin gegen schlecht Laune, Ängste oder Antriebslosigkeit. Denn wer liebt, der vertraut, fühlt sich geboren, miteinander verbunden und stark! Sie sind oft so selbstverständlich für uns, doch sollten wir uns bewusst sein, dass die Nähe zueinander – egal ob durch eine Umarmung, gemeinsames Lachen oder auch das „Auskotzen“ beieinander – eine Wohltat für unsere Seele ist. Deshalb ist der Januar auch der perfekte Monat, um mit lieben Worten nicht zu geizen! Sagt euch, wie viel ihr einander bedeutet, bedankt euch für die Unterstützung und gebt bei nächster Gelegenheit auch mal wieder etwas zurück. Denn so kommen wir alle ganz bestimmt glücklich und zufrieden durch die dunkle, kalte Jahreszeit!