Projekt Fashionflohmarkt und warum ich es definitiv wiederholen werde

Dass ich Mode liebe und jeden Tag auslebe, ist sicher keine Überraschung für Euch. Kein Wunder also, dass mir bei meinen vielen Shoppingtouren nach neuesten Schmuckstücken nicht nur das Geld ausgeht – sondern auch der Platz. Obwohl ich ein ganzes Zimmer (und mittlerweile auch ein kleines Lager auf dem Dachboden) für Kleidung, Schuhe, Taschen und Co. eingerichtet habe, platzen meine Schränke aus allen Nähten. Und spätestens nach der Erfüllung meiner langersehnten Chloe-Handtasche war es an der Zeit, mich von ein paar Stücken aus meinem Ankleidezimmer zu trennen – und ihnen stattdessen eine zweite Chance zu geben.

Ich habe also einen Home-Flohmarkt organisiert und Familie, Freunde und Kollegen eingeladen. Vergangenen Freitag war es dann soweit und ich kann schon einmal verraten: Die Resonanz war großartig. Und damit meine ich nicht nur, dass ich wieder etwas mehr Platz geschaffen und Geld verdient habe, sondern dass es ein wirklich wahnsinnig schöner Abend war. Die Mädels haben fleißig ausgesucht, anprobiert und sich schließlich in so manch eine Tasche oder Bluse verliebt. Auch wenn es mir nicht immer leichtfällt, mich von meinen Kleidern zu trennen, muss ich mir eben doch eingestehen, dass ich die verkauften Teile wohl selbst nie wieder getragen hätte und sie nun einen viel treueren Besitzer gefunden haben.


Ich denke fast jede Frau braucht einmal frischen Wind in ihrer Garderobe, die Frage ist also nur, welchen Weg man wählt, um die alten, gut erhaltenen Stücke nicht in die Altkleider-Sammlung geben zu müssen. Klar, Teile, die man partout nicht unter die Frau bringen kann, finden im Container zumindest auch noch eine sinnvolle Verwendung, er sollte aber stets die letzte Wahl sein. Online gibt es ebenfalls einige Anbieter, die dir die Möglichkeit geben, Platz in deinem Kleiderschrank zu schaffen. Von Kleiderkreisel über Momox bis zu Rebelle gibt es zahlreiche Plattformen, auf denen du deine Stücke zu Geld machen kannst. Solche Online-Portale habe ich auch schon häufiger genutzt, allerdings finde ich, dass der Aufwand nicht immer in Relation zum Ertrag steht. Teilweise muss man wahnsinnig günstige Preise für wirklich schöne Teile aufrufen, um überhaupt Interesse zu wecken.

 

Nun aber zurück zum Fashion-Flohmarkt bei mir zuhause. Wer ein solches Event noch nicht selbst veranstaltet hat, für den habe ich hier einmal ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt:

  1. Kommunikation

Mach deinen Flohmarkt so public wie nur möglich. Ich habe dafür eine Facebook-Veranstaltung erstellt und über das MacBook Flyer entworfen. Reichweite erzielt man außerdem, in dem man seine Freunde auffordert, ihre Freunde wiederum mit einzuladen, sodass gleich mehrere Freundinnen zusammen kommen können.

2. Verpflegung

Natürlich kommen nicht immer alle Mädels vorbei, um auch wirklich etwas zu kaufen. Daher ist es wichtig, neben dem eigentlichen Zweck des Events eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Wohlfühlen – sei es nur zum Quatschen, Stöbern oder Sektchen trinken. Daher habe ich alle möglichen Getränke bereitgestellt und Eike darum gebeten, sich um das leibliche Wohl unserer Gäste zu kümmern.

3. Beratung

Kleidung erzählt Geschichten. Und das ist auch eines der entscheidenden Vorteile an diesem Konzept gegenüber Kleiderkreisel und Co.: Es herrscht keine Anonymität, ich kann meine Freunde selbst beraten, ihnen ein paar Stücke zeigen, die ihnen stehen könnten und ihnen gleich dazu erzählen, wo ich das Fashion-Teil her habe.

4. Win-Win-Situation

Ich habe eben über die “Dumping-Preise” bei Online-Verkaufsplattformen geschrieben. Schnell habe ich am Freitag aber auch gemerkt, dass ich meinen Freunden gar keine hohen Preise abverlangen wollte, schließlich habe ich mich schon allein über die Tatsache gefreut, dass meine Kleider in gute Hände gekommen sind und meine Freundinnen sehr glücklich gemacht haben. Es war also eine Win-Win-Situation für alle!


Ich kann es kaum erwarten, einen so schönen Abend zu wiederholen, der mir ganz nebenbei auch noch die Möglichkeit gegeben hat, ein paar neue Teile in meinem Kleiderschrank zu begrüßen, und zwar gleich in zweierlei Hinsicht 😉

 

Eure Nele