Der Alleskönner in der Küche: meine Meinung über den Thermomix

Heute möchte ich Euch in meiner Food-Kategorie einmal etwas anderes als leckeres Essen selbst zeigen. Denn neben Rezepten ist auch für mich vor allem eines zum Kochen unverzichtbar: die richtige Küchenausstattung.

Ich muss zugeben, dass ich mit gemischten Gefühlen zu meinem ersten Thermomix-Abend gefahren bin, zu dem Nele und Eike eingeladen haben. Die beiden hat vor einigen Wochen unerwartet die absolute Begeisterung für das Vorwerk-Gerät gepackt und somit haben sich die beiden einstimmig einen Thermomix in ihre Küche gestellt.

Ganz unbekannt ist mir der Thermomix jedoch nicht. Ich habe in der Spitzengastronomie schon mit dem Vorgänger, dem TM31, gearbeitet und wusste von seiner einzigartigen Drehzahl. Dabei habe ich ihn besonders gerne zur schnellen Zubereitung von Soßen, Dips und Dressings genutzt. Aber komplette Gerichte damit zu kochen und noch dazu eine beachtliche Zeitersparnis verzeichnen zu können, das konnte ich mir nicht vorstellen. Dennoch versuchte ich unvoreingenommen zu bleiben und mich von dem Leistungsumfang des aktuellen Thermomix-Modells, dem TM5, überzeugen zu lassen.

Wie sie mir später verriet, war auch unsere Thermomix-Repräsentantin Jana sehr gespannt, welches Fazit ich als gelernter und anspruchsvoller Koch am Ende des Abends wohl ziehen würde.

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Nach einem kurzen Theorieteil und Austausch über unsere Koch- und Esspräferenzen war es dann endlich soweit und wir standen alle gemeinsam in der Küche vor dem hochgelobten High-End-Küchenhelfer. Stylisch schaut er für ein Küchentool ja schon aus. Auf der Speisekarte standen unterschiedliche Gerichte, die das Können unter Beweis stellen sollten: Brokkoli-Salat, Kartoffeln und Reis, Hähnchen Caprese, gedünstetes Gemüse, selbstgebackenes Brot, Dip und Fruchteis.

Schnell wurden die Vorzüge ersichtlich: Per App Rezepte auswählen, Zutaten auf die Einkaufsliste setzen, Thermomix an und los geht’s – das ist schon eine wirklich innovative Art seine tägliche Ernährung besser planen und damit auch gesünder gestalten zu können. Kochen ist schließlich auch im digitalen Zeitalter angekommen und solange wir als Köche, egal ob Profi oder Hobby, davon profitieren, finde ich die technischen Spielerein definitiv super. Die Handhabung des Geräts ist geradezu kinderleicht. Einige der Gäste empfanden die Anwendung zwar zunächst als etwas ungewohnt und würden eine längere Einarbeitung benötigen, doch im Grunde hat Vorwerk wirklich mitgedacht – viel falsch machen kann man dank des Thermomix eigentlich nicht mehr.

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Auch geschmacklich konnte ich an unseren Thermomix-Gerichten kaum etwas beanstanden, ganz im Gegenteil: Die Beilagen waren auf den Punkt gekocht, das Fleisch war zart und besonders Salat und Dip konnten mich geschmacklich absolut überzeugen.

Sicherlich würde ich die Rezepte nach eigenem Geschmack hier und da mal abwandeln, schließlich geht beim blinden „nach Anweisung kochen“ für mich das richtige Feeling doch ein wenig verloren. Auch haben mir insbesondere beim Fleisch die Röstaromen gefehlt. Das heiße Anbraten in der Pfanne kann der Thermomix daher für mich nicht ersetzen.

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Dennoch würde ich den Thermomix allen Familien, Paaren oder Singles empfehlen, die entweder wenig Zeit oder aber keine Lust und Kreativität zum frischen und gesunden Kochen haben. Menschen, die aus Zeitgründen eher zu Convenience-Produkten greifen und generell lieber unter Anleitung kochen, werden mit dem Thermomix sicherlich sehr glücklich und vor allem: Besser essen!

Ich selbst könnte mir vorstellen, mir in ein paar Jahren den Thermomix selbst anzuschaffen, eher jedoch um in der manuellen Kochfunktion einzelne Beilagen, Gewürzkreationen, Dips und Dressing herzustellen. Ganze Gerichte würde ich hingegen aus oben genannten Gründen nicht im Thermomix zubereiten.

 

Euer Dave